Drei Staatskarossen und ein Sportwagen in Schloss Herrenhausen zu Hannover
Die Benutzung von Kutschen und das Halten von Pferden war in der Ständegesellschaft streng geregelt. Europäische Höfe wie Madrid, Wien, Paris und London waren tonangebend. Hannover konkurrierte mit den braunschweigischen Vettern, den preußischen Verwandten, mit pfälzischen, hessischen und süddeutschen Höfen. Die drei in dem vorliegenden Buch vorgestellten und besprochenen Staatskarossen und der Sportwagen, die in Schloss Herrenhausen zu Hannover ausgestellt sind, galten zu ihrer Zeit als sehr modisch. Als sie nach Hannover gelangten und an die Spitze des Marstalls gestellt wurden, schätzte man sie dort gerade wegen ihrer Herkunft aus England. Ihre vergoldeten Schnitzereien und reichen Malereien, ihre Bildprogramme, Wappen und Orden strahlten ein wenig vom Glanz des englischen Weltreichs wider, mit dem Hannover seit 1714 in einer Personalunion verbunden war. Dieser Herkunft erinnerte man sich in Hannover gern auch noch nach dem Ende der Personalunion bis 1866, in welchem Jahr das Königreich Hannover von der politischen Landkarte verschwand und zu einer Preußischen Provinz umgestaltet wurde. Die Regionalgeschichte wird heutzutage im Bundesland Niedersachsen aufrecht erhalten. In diesem Rahmen werden uralte welfische Traditionen gepflegt und werden neben den hier vorgestellten Kutschen historisch wertvolle Bauten und andere Objekte unter beträchtlichem finanziellen Aufwand unterhalten.

Weitere Infos zum Buch